Freisprechungsfeier der Zimmerer und Schreiner in Neustadt

NEUSTADT – Für zehn Auszubildende im Zimmererhandwerk und zehn angehende Schreiner endete am Freitagabend in Neustadt die dreijährige Lehrzeit offiziell. Bei der Freisprechungsfeier in der Kohlenmühle erhielten die jungen Handwerkerinnen und Handwerker ihre Gesellenbriefe und wurden von den Pflichten ihrer Ausbildung freigesprochen.

Zu den Gratulanten gehörten Kreishandwerksmeister Roland Mannke, der Vizepräsident der Handwerkskammer für Mittelfranken, Christian Sendelbeck, die Leiterin des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim-Scheinfeld, Christina Müller, sowie der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Sebastian Dörr.

In ihren Ansprachen würdigten sie die Leistungen der Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die bei ihren Abschlussprüfungen sowohl in der Praxis als auch in der Theorie überzeugten. Sie sprachen ihnen dafür ihre Anerkennung aus und ermutigten sie, den eingeschlagenen beruflichen Weg erfolgreich fortzusetzen.

Christian Sendelbeck betonte, die jungen Gesellinnen und Gesellen hätten sich mit ihrem Abschluss ein solides Fundament für ihr Berufsleben geschaffen. Nun seien sie in der Lage, selbstständig zu arbeiten und fachlich anspruchsvolle und hochwertige Leistungen zu erbringen. „Wir brauchen diese gut ausgebildeten Fachkräfte im Handwerk, damit es in unserem Land gut weitergeht“, sagte Sendelbeck. Während sich die Industrie in Deutschland zunehmend in einer schwierigen Situation befinde, habe sich das Handwerk über Jahrhunderte hinweg behauptet und werde auch künftig eine wichtige Rolle spielen.

Oberstudiendirektorin Christina Müller verglich die Entwicklung der jungen Handwerker mit dem Wachstum eines Baumes. Je nach äußeren Bedingungen bilde ein Baum dicke oder dünne Jahresringe. Ähnlich hätten sich die Auszubildenden in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich neues Wissen und neue Fähigkeiten angeeignet. Dabei seien sie von ihren Ausbildungsbetrieben und der Berufsschule begleitet und unterstützt worden.

Müller hob zugleich die guten Ausbildungsbedingungen am Berufsschulzentrum in Neustadt hervor. Auch der Landkreis leiste einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Bildung und habe beispielsweise erhebliche Mittel in die Ausstattung mit modernen Maschinen investiert.

Die Innungsobermeister Hans Bauereiß für die Schreiner und Christian Seufferlein für die Zimmerer wiesen darauf hin, dass den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen mit ihrem Berufsabschluss zahlreiche weitere Möglichkeiten offenstehen. Unter anderem sei damit auch ein Studium möglich – vergleichbar mit den Möglichkeiten, die ein Abitur eröffnet. Berufsschullehrer Ludwig Memhardt würdigte ebenfalls die Leistungen seiner Schülerinnen und Schüler.

Besonders ausgezeichnet wurden die Innungsbesten: Bei den Zimmerern erreichte Tim Kaufmann das beste Ergebnis, bei den Schreinern Jonas Ott.

Neben den Nachwuchskräften standen auch erfahrene Handwerksmeister im Mittelpunkt der Feier. Für jeweils 35 Jahre Tätigkeit als Schreinermeister erhielten Bernd Gößwein aus Beerbach und Roman Häberle aus Rudolzhofen den Goldenen Meisterbrief. Eine Urkunde für 50 Jahre Tätigkeit wurde zudem an Herbert Kanler vom Betrieb Iftner in Burghaslach verliehen.

 

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Veröffentlichung

Di, 22. September 2026

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